55 Jahre Deutsch-Italienische Gesellschaft in Hamburg "Ihr Italien in Hamburg"
Veranstaltungsprogramm Januar - März 2005
Liebe Mitglieder und Freunde, Was wird uns das neue Jahr bringen, wer oder was in unserem ersten Programm 2005 auftreten? Ein Papst und Dichter, ein Komponist und Kochkünstler, Totò und Marcello, ein doppeltes Pantheon, ja, auch der Tod in Venedig. Aber los geht's mit Gints Racenis und dem Trio Zéphyr, mit Musik von Mozart und Mendelssohn, Prosecco und anderen italienischen Köstlichkeiten. Wieder wird italienisch parliert, mit Signora Rizzello auf eine andere Art sich der italienischen Sprache genähert, bei Emma in den Kochtopf geguckt und mit Lachen scharf gewürzt. Von Scheidung auf Italienisch also keine Spur, obwohl ein Film diese uns schmackhaft machen will. Wer dann auch noch Italien literarisch kennen lernen möchte, darf sich melden, auf deutsch oder italienisch! Es gibt also wieder viele Termine, die unbedingt im Terminkalender grün-weiß-rot angestrichen werden müssen! Freuen wir uns darauf!
Januar
Sonntag 9.01.2005 11.00 Uhr Mit freundlicher Unterstützung der Franz Wirth-Gedächtnis-Stiftung. Ihre Anmeldung erbitten wir bis zum 31.12.04 durch Überweisung des Betrages von 26.00 pro Person auf das Konto der Deutsch-Italienischen Gesellschaft e. V., Hamburg Der Pianist Gints Racenis ist 1981 in Lettland geboren. Er erhielt u. a. zahlreiche Auszeichnungen im Pianistenwettbewerb Lettlands, den Grand Prix und Sonderpreis im Internationalen Pianistenwettbewerb Musical de France Paris 1999, Auszeichnungen des Ministeriums für Kultur Lettlands für die Leistungen in Internationalen Wettbewerben. Konzerte in Lettland, Estland, Dänemark und Deutschland. Gints Racenis studiert an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater. Im Jahre 2001 gründeten drei junge Musikerinnen aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland das Trio Zéphyr: Aurélie Namont, Klavier, Isabelle Lambelet, Violine und Sonja Lena Schmid, Violoncello. Durch ihr Studium an der Hamburger Musikhochschule fanden sie einen erfahrenen Mentor: Prof. Niklas Schmidt, langjähriger Cellist des Trio Fontenay. Es folgten bald Einladungen zu Konzerten und Festivals im In- und Ausland, z. B. Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Sommerliche Musiktage Hitzacker und Musiktage Wittem (Niederlande). Konzerte des Trios wurden live von NDR und Deutschlandradio Berlin übertragen. Für den NDR entstand 2003 ein Film der Reihe Junge Klassik mit Werken von Schubert, Haydn, Henze und Martin. Das Trio wird von der Menuhin-Stiftung Live music now gefördert und erhielt 2002 das Masefield-Stipendium der Alfred Toepfer-Stiftung sowie 2003 das Berenberg-Stipendium. Beim Internationalen Kammermusikwettbewerb Charles Hennen in Heerlen (Niederlande) wurde das Trio Zéphyr 2003 mit dem Ersten Preis ausgezeichnet. Weitere Preise 2004: Erster Preis im Hamburger Kammermusikwettbewerb sowie der Annemarie und Hermann Rauhe-Preis für Neue Kammermusik.
Freitag 14.01.2005 18.00 - 19.30 Uhr
Freitag 21.01.2005 19.30 Uhr
Wir erleben die spannende Gegenüberstellung eines Pantheons der Bücher in Norddeutschland und des antiken Pantheons in Rom mit der ihm angeschlossenen Alexandrinischen Bibliothek als besondere deutsch-italienische Begegnung. Thema des Doppelvortrages sind die sogenannte Leibnizrotunde", der 1887 abgerissene, in ganz Europa berühmte Vorgängerbau der Herzog August-Bibliothek in Wolfenbüttel mit seinem bedeutenden barocken Zentralraum und dessen Vorbild, das Pantheon in Rom, das als der größte erhaltene Kuppelbau der Antike gilt. Dabei konfrontieren uns die beiden Hamburger Architekten mit der These, daß das Pantheon in Verbindung mit der Alexandrinischen Bibliothek, über seine Funktion als Tempel und Kirche hinaus, ein Instrument astronomischer Beobachtungen gewesen sein muß. Vorgeführt wird auch die ebene Projektion des architektonischen Zentralraums nach einem neuartigen Verfahren - am Beispiel des Pantheons in Rom. Anschließend Vino, Pane e Formaggio
Mittwoch 26.01.2005 19.00 Uhr
Freitag 28.01.2005 18.00 - 19.30 Uhr
Februar
Donnerstag 3.02.2005 19.00 Uhr
Freitag 4.02.2005 18.00 - 19.30 Uhr
Sonnabend 5.02.2005 15.00 Uhr
La Cucina Italiana erleben in einem der schönsten
Küchenstudios Hamburgs am Goldbekkanal. Wer möchte da nicht unter Emmas lachendem Blick
virtuos den Kochlöffel schwingen? (Das Foto zeigt allerdings Giovanna bei der letzten
Kochveranstaltung im November). Mitglieder der DIG 35.00, Gäste 45.00
Freitag 18.02.2005 19.30 Uhr
Alle haben Spaß an meiner Musik amüsiert sich Gioacchino Rossini (1792 1868) über seine frühen Erfolge. Seine Eltern sind beide Berufsmusiker, der Vater Hornist, die Mutter Sängerin. Der kleine Gioacchino erhält schon früh Unterricht im Gesang sowie im Horn- und Klavierspiel. Er reist mit den Eltern von Theater zu Theater. Die einaktige Oper La cambiale di matrimonio, die er mit 18 Jahren komponiert, erregt durch ihren Witz und ihre Originalität beim venezianischen Publikum Aufmerksamkeit. Der Komponist trug mit seinen zahlreichen Werken zur Erneuerung des italienischen Musiktheaters und zur Bereicherung der europäischen Musikkultur des 19. Jahrhunderts bei. Sein dynamischer Stil, die rhythmischen Inspirationen ließen ein neues Theater entstehen, das nun nicht mehr nur die Bildungseliten, sondern auch das einfache Volk ansprach. Il barbiere di Siviglia von 1816 gilt als Höhepunkt der italienischen komischen Oper. Anhand ausgewählter Beispiele soll die kompositorische und gustatorische Kompetenz Rossinis dargelegt werden. Anschließend Vino, Pane e Formaggio
Mittwoch 23.02.2005 19.00 Uhr
Freitag 25.2.2005 18.00 - 19.30 Uhr
März
Donnerstag 3.03.2005 19.00 Uhr
Freitag 4.03.2005 18.00 - 19.30 Uhr
Mittwoch 16.03.2005 19.00 Uhr
Freitag 25.03.2005 19.30 Uhr
Geboren wurde Enea Silvio Piccolomini in einem toskanischen Provinznest, das er auf der Höhe seiner Karriere zu einer europäischen Modellstadt ausbaute. Als Jurist und Humanist wurde er gefürchtet und verehrt, geschmäht und gesucht. So wurde er Manager eines europäischen Kirchenkonzils, Diplomat in Frankreich und Schottland, Professor in Köln, Sekretär eines Papstes, Chefdiplomat eines Kaisers und schließlich Papst, der sich Pius II. nannte. Er war einer der bedeutendsten Humanisten Italiens, gekrönter Dichter, Geschichtsschreiber und immer wieder kirchenkritischer Polemiker und Satyriker. Er brachte die Ideen, den Stil und die kritische Kompetenz des Humanismus von Italien in viele Länder. 1445 reiste er nach Rom, wurde fromm, stieg rasch im Klerus auf und wurde 1458 zum Papst gewählt. Längst war aus dem Kirchenkritiker ein scharfer Verteidiger der römischen Kirche geworden. Und dennoch blieb er dem Humanismus treu. Der Vortrag zeigt am Leben und Wirken dieses widerspruchsvollen Mannes die Erfolgsgeschichte der italienischen Renaissance und des mit ihr verbundenen europäischen Humanismus. Anschließend Vino, Pane e Formaggio
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