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Wir über uns


Kurze Geschichte der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Hamburg


Die DIG kann auf eine längere Tradition zurückblicken. Bereits vor und während des Krieges gab es in Deutschland Deutsch-Italienische Gesellschaften, die seit 1941 eine eigene Monatsschrift herausgegeben haben, deren Erscheinen jedoch infolge des Krieges bereits im Oktober 1944 wieder eingestellt werden mußte. Seit dem Herbst 1943 betreute die DIG Hamburg auch italienische Kriegsgefangene in den Gefangenenlagern der Umgebung.

1948 gelang es Dr. Wilhelm Lude, die Deutsch-Italienische Gesellschaft in Hamburg neu zu begründen. Sie war damit die erste DIG in Deutschland nach dem Krieg.

Ihr Ziel war und ist es, die Freundschaft zwischen Deutschland und Italien, zwischen Deutschen und Italienern zu pflegen und durch Veranstaltungen verschiedenster Art einen kulturellen Austausch herbeizuführen.

„Freundschaften zwischen den Völkern“, so Dr. W. Lude, „kann man nicht proklamieren. Sie wachsen in der Stille, manchmal im Einklang mit historischen Entwicklungen, oft auch im Gegensatz zur Tagespoilitik. Man spricht von Freundschaften auf Kongressen, in diplomatischen Unterhaltungen und bei Staatsbesuchen; aber um zu gedeihen, brauchen sie die Intimität eines Kreises, in dem sich Menschen mit gemeinsamen Interessen freiwillig zusammenfinden“.

Das gemeinsame Interesse, das die Mitglieder der DIG bewegt, ist die Neugier auf Italien, dieses schöne Land unter immer neuer Aspekten kennen zu lernen oder wieder neu zu erleben, alte Erinnerungen aufzufrischen oder Neuigkeiten zu erfahren. Das Interesse gilt dem Italien der Antike wie der Gegenwart, italienischer Kultur und Kunst, italienischem Design und italienischer Mode, es gilt der italienischen Küche und der italienischen Musik, der italienischen Sprache und Literatur, es gilt den Menschen und ihren Lebensbedingungen, ihren Märchen und Mythen, ihren Dörfern und Städten, der Schönheit der Landschaften, der Inseln, des Meeres und der Vulkane.

Dieses gemeinsame Interesse immer aufs neue zu beleben, dazu dient ein umfangreiches, abwechslungsvolles Veranstaltungsprogramm für intime Kreise wie für eine breitere Öffentlichkeit, mit Vorträgen und Lesungen, Konversations- und Kochkursen, Weinproben und gemeinsamen Essen, musikalischen Vorführungen und Märchenabenden, Ausflügen und Reisen nach Nah und Fern.

Die Deutsch-Italienische Gesellschaft in Hamburg war in den ersten Jahren eng mit der Universität verbunden. Sie war in dieser Zeit die einzige Vereinigung in Hamburg, die sich der Kultur Italiens widmete, bis 1953 das Istituto Italiano di Cultura (IIC) seine Arbeit aufnahm. Mit dem IIC war für die junge DIG der natürliche Partner mit ähnlichen Zielsetzungen gefunden.

Fortan fanden viele Veranstaltungen in enger und erfolgreicher - Zusammenarbeit mit dem IIC statt.

Von einem lebendigen, verbindenden Vereinsleben, dessen Höhepunkte Reisen nach Roseto, nach Rom, Sizilien und Apulien waren, zeugen enthusiastische Beifallsbekundungen vieler Mitglieder.

Dennoch sank – vielleicht auch durch die zu große Nähe zum IIC - die Zahl der Mitglieder Ende der 70er Jahre so stark, dass erwogen wurde, die Gesellschaft aufzulösen. Nun bewährte sich das starke Gemeinschaftsgefühl der Mitglieder, das eine Auflösung verhindern konnte.

Die Stellung der DIG wurde noch einmal gestärkt, als sie 1988 der „Societá Dante Alighieri“ beitrat und seitdem als „Societá Dante Alighieri – Deutsch-Italienische Gesellschaft“ auftritt.

Es war wohl ein befeuernder Südwind, vielleicht auch nur ein neuer Vorstand, der der DIG Hamburg neuen Schwung verlieh und der bis heute die Gesellschaft beflügelt.

Als zugleich mit dem „Mendelssohn-Saal“ in der Hochschule für Musik und Theater eine fast italienisch anmutende „Heimat“ für viele Veranstaltungen der DIG gefunden wurde, geriet jeder Besuch zu einem besonderen Vergnügen – von dem schon traditionellen anschließenden Beisammensein mit „pane e formaggio“ (und natürlich italienischem Wein!) ganz zu schweigen. Der rege Zuspruch, den die stets willkommenen Gäste, die „alten“ und die „jungen“ Mitglieder, aber auch die Referentinnen und Referenten den DIG-„Events“ zollen, zeigt, dass Programm und Ambiente der DIG in Hamburg ansprechen.

In drei Festschriften, zuletzt zum 50-jährigen Bestehen, wurde das erfolgreiche Wirken der DIG im kulturellen Leben Hamburgs dokumentiert.

  Die Vorsitzenden der DIG Hamburg:
1948 - 1951 Dr. Wilhelm Lude
1951 - 1952 Dr. Hermann Ertel
1952 - 1953 Prof. Dr. Gellmuth Petriconi
1952 - 1964 Charlotte Lude
1964 - 1979 Cav. Herbert Eckert
1979 - 1982 Wolf-Dietrich von Brevern
1982 - 2002 Cav. Anita Moschetti-Ehmer
2002 - 2007 Jürgen Mulzer
Seit 2007 Susanne Mulzer
 



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